Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts ließ das Königreich Sachsen am östlichen Rand des bürgerlich geprägten Chemnitzer Kaßbergs einen neuen Justizkomplex errichten, zu dem neben den repräsentativen Gebäuden der Staatsanwaltschaft sowie des Land- und Amtsgerichts eine Gefangenenanstalt gehörte. Letztere, ein 1876/77 erbauter, mit sandsteinernen Fenster- und Türrahmungen sowie geschwungenen Gesimsen verzierter Putzbau, lehnt sich in seiner baulichen Ausgestaltung stark an die damals modernen Maßstäbe viktorianischer Gefängnisarchitektur an: Konzipiert nach dem panoptischen Prinzip erhebt sich die Haftanstalt über einen kreuzförmigen Grundriss. Sie besteht aus einem zentralen Mittelbau, der Rotunde, welche den Verwaltungstrakt mit den drei in Galeriebauweise errichteten Zellenflügeln (A-, B- und C-Flügel) verbindet.
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